4.8.2021

Marktplätze als Zukunftsmodell für den Einkauf von Technologie

Nils Hoffmann, Managing Director von PUBLIC Deutschland, erklärt, welche Rolle Marktplätze zukünftig in öffentlichen Beschaffungsverfahren einnehmen.

von
Nils Hoffmann
4.8.2021

Marktplätze als Zukunftsmodell für den Einkauf von Technologie

Nils Hoffmann, Managing Director von PUBLIC Deutschland, erklärt, welche Rolle Marktplätze zukünftig in öffentlichen Beschaffungsverfahren einnehmen.

von
Nils Hoffmann

Marktplätze als Zukunftsmodell für den Einkauf von Technologie

„Wie kann man fast jedes Projekt in der Verwaltung stoppen? Man erwähnt beiläufig in der Projektgruppe, dass man eine europaweite Ausschreibung durchführen muss.” Das hat mir - halb Spaß, halb Ernst - einer meiner Klienten mal bei der gemeinsamen Kaffeepause gesagt.

Der Kommentar beschreibt aber ein real existierendes Problem: Vergabeverfahren - speziell EU-weite Verfahren mit hohen Vertragsvolumen - werden immer arbeitsintensiver, immer langwieriger und immer komplexer. Viele Verwaltungen kämpfen zudem mit einer steigenden Anzahl an Verfahren, denn gerade in neue Technologien soll kräftig investiert werden, um die Verwaltung fit für die Zukunft zu machen. Gleichzeitig steigt der Anspruch an die Qualität der Verwaltungsdienste durch Bürger:innen. Der demographische Wandel macht die schnelle Digitalisierung unabdingbar und in vielen Bereichen notwendig. Zusätzlich setzt die Politik mit ambitionierten gesetzlichen Rahmen ein extrem schnelles Tempo an. Eine Herkulesaufgabe!

Und so mühen sich Vergabestellen, IT-Referate und Fachbereiche mit Ausschreibungen für digitale Technologien stark ab, denn die Probleme kommen hier besonders zum tragen: Anforderungen und Rahmenbedingungen ändern sich rasend schnell. Kaum ist das mehrmonatige Vergabeverfahren durchlaufen, gibt es vielleicht schon wieder neue und bessere Angebote und Anbieter auf dem Markt.

Dabei den Überblick zu behalten ist für viele Behörden aufgrund von Personal- und Ressourcenmangel nahezu unmöglich:

Lediglich einer von zehn öffentlichen IT-Dienstleistern systematisch mit der Beauftragung von Startups auseinander.

Selbst wenn holistischer Überblick über den Markt vorhanden ist, bleibt eine entscheidende und schwierig zu beantwortende Frage unbeantwortet: Wie prüfe ich eigentlich, ob Produkte und Services qualitativ hochwertig sind und nachhaltig genutzt werden können?

Mit GovMarket wollen wir genau hier ansetzen und Verwaltungen dabei helfen, diese Hürden schnell zu überwinden. PUBLIC hat dafür in den letzten Jahren dutzende Vergabeverfahren, Beschaffungsmodelle und Konsortialstrukturen in ganz Europa analysiert und gemeinsam mit PwC validiert. Wir haben Gespräche mit Beschaffungsstellen auf allen föderalen Ebenen in Europa und Deutschland geführt und hunderte Datenpunkte aus vergangenen Ausschreibungen gesammelt.

Eines hat sich dabei ganz klar herausgebildet: Besonders erfolgreich sind „digitale Marktplätze”. So ist man in Frankreich mit der neuen nationalen Digitalstrategie bereits auf dem Weg zu zentralen Marktplätzen für Technologie basierend auf dem neuen Umgang mit Cloud-Technologien. Zusätzlich gibt es eine Reihe von Initiativen auf lokaler Ebene, die den schnellen Einkauf von Leistungen über Marktplatz-Strukturen ermöglichen. Auch in der britischen Verwaltung nutzt ein Großteil (auch noch unter EU-Vergaberecht) den Digital Marketplace für die Beschaffung von digitalen Technologien und Services. 

Gemeinsam mit den Vergabeexperten von PwC und PUBLIC hat GovMarket basierend auf dieser Erkenntnis praktikable, vergaberechtskonforme Angebote für den deutschen Markt entwickelt, um die Beauftragung von Technologieunternehmen, insbesondere von Startups und Scaleups immens zu beschleunigen. In den kommenden Wochen werden wir hierzu Beispiele, Konzepte und Analysen vorstellen und mit Anbietern und der Verwaltung diskutieren.

Zusätzlich zum Beauftragungsprozess kuratiert GovMarket proaktiv ein wachsendes Netzwerk an Startups und KMUs mit Produkten und Services für den öffentlichen Sektor. Seit der Ankündigung von GovMarket auf dem GovTech Gipfel im Juni konnten wir das Netzwerk mehr als verdoppeln und weiten das Angebot stetig aus.

Wir freuen uns auf die Diskussion in den kommenden Wochen. Folgen Sie uns auch gerne auf Twitter für regelmäßige Updates. Über info@govmarket.de stehen wir Ihnen zudem gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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